Hör auf, deine Landungen zu verpatzen!
Du hast das Gefühl, jede deiner Landungen ist pures Glück und hoffst am Ende nur, dass dein Flieger ganz bleibt.
Es gibt einen klaren Grund, warum sich jede Landung wie ein riskantes Glücksspiel anfühlt. Wenn Menschen Modellfliegen lernen als Anfänger, endet der Anflug oft mit zittrigen Knien oder direkt mit einem Modellfliegen Absturz.
Heute finden wir genau heraus, woran das liegt und was dich beim Landen wirklich weiterbringt.
Warum eine unsaubere Kurve den Endanflug zerstört
Wer keine sauberen Kurven fliegen kann, der wird sich auch bei der Landung extrem schwertun.
Im Landeanflug haben wir nämlich mehrere schwere Elemente gleichzeitig:
die Kurve in den Endanflug
und den Endanflug selbst
Das sind zwei anspruchsvolle Elemente, und die müssen natürlich beide gleichzeitig funktionieren. Wenn wir nur ein Element davon beherrschen, wird es sofort schwierig.
Wenn wir die Kurve vorher schon nicht sauber fliegen, kommt das Modellflugzeug vielleicht schon völlig schräg oder wild in die Ausrichtung rein. Und in genau dem Moment tun wir uns natürlich noch schwerer, den Endanflug – bei dem wir ja sowieso schon gefordert sind – auch noch sauber hinzubekommen. Das ist schlicht zu viel auf einmal, und das können wir am Anfang gar nicht schaffen.
Warum das Auf-uns-zufliegen für Überforderung sorgt
Dazu kommt in den meisten Fällen noch ein weiterer Faktor: Bei der Landung fliegen wir direkt auf uns zu.
In dem Moment, in dem ferngesteuerte Flugzeuge auf uns zufliegen, sind die Richtungen beim Lenken scheinbar vertauscht:
Wir haben den Kurvenflug
Wir haben den Endanflug
Und wir fliegen auf uns zu
Diese Kombination überfordert am Anfang massiv. Wenn wir beim Auf-uns-zufliegen nur ein bisschen quer oder in die falsche Richtung steuern, richten wir den Flieger nicht gerade, sondern verstärken die Kurve vielleicht sogar noch.
In dem Moment schmiert er völlig ab – ein sauberer Endanflug ist nicht mehr möglich und der Flieger schlägt im Boden ein, statt sicher zu landen.
Warum die „Ich mache irgendwas“-Taktik nicht funktioniert
Ganz oft entsteht dann die typische „Ich mache irgendwas“-Taktik: Man steuert einfach irgendwie drauflos und denkt sich: „Das wird schon irgendwie klappen und irgendwann finde ich dann schon raus, wie es geht.“
Aber genau das ist einer der typischen Modellflugzeug Anfängerfehler. Ohne eine klare Taktik bekommen wir keine saubere Landung hin, denn wenn man einfach irgendwas macht, kommt am Ende eben auch nur irgendwas dabei heraus.
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Warum Entfernungen beim Anflug so schwer einzuschätzen sind
Oft ist es auch so, dass wir uns extrem schwertun, Entfernungen richtig einzuschätzen.
Wir kommen von hinten angeflogen, lenken den Flieger und wissen gar nicht genau, an welcher Stelle er sich im Raum befindet:
Kommt er noch bis zum eigentlichen Landepunkt hin?
Schießt er vielleicht weit über den Landepunkt hinaus?
Oder ist da hinten schon ein Hindernis?
Wenn da hinten zum Beispiel Bäume stehen: Sind wir da mit dem Modell schon direkt dran oder sind wir noch weit vor den Bäumen?
Diese Entfernungen richtig einzuschätzen, ist reine Übungssache und absolut elementar, um den Landeanflug richtig zu beurteilen. Wenn wir jedes Mal irgendwie anders anfliegen, kommt auch da wieder nur Zufall heraus: Wir lernen die Entfernungen nicht einzuschätzen und jede Landung sieht komplett anders aus.
Wir haben dann kein System. Ohne System kann sich kein verlässlicher Landeanflug etablieren. Wenn wir dagegen ein festes Muster haben, wie wir immer anfliegen und landen, dann können wir genau dieses Muster trainieren – und die Landung wird von Mal zu Mal immer besser.
Warum die Angst vor dem Boden die Steuerung blockiert
Wenn wir mit unserem Flugmodell weit oben in der Luft sind, wirkt die Fluggeschwindigkeit gar nicht so schnell. Da fühlen sich 30 km/h nach überhaupt nichts an.
Kommen wir dann aber in Bodennähe, wirkt die Geschwindigkeit plötzlich sehr viel schneller. Und umso niedriger wir sind, umso extremer wirkt diese Geschwindigkeit auf uns. Man denkt sofort: „Boah, ist der jetzt schnell, was muss ich jetzt bloß machen?“
Das ist die typische Angst vor dem Boden:
Oben in der Luft fühlt man sich sicher
Sobald man in Bodennähe kommt, geht die Angst los
Man denkt fälschlicherweise, man müsste jetzt blitzschnell und hektisch reagieren
Dabei ist es gerade in Bodennähe entscheidend, die absolute Ruhe zu bewahren: wenig Knüppelbewegungen, ruhige Bewegungen.
In Bodennähe gibt es schließlich keinen zweiten Versuch mehr. Wenn wir auf 50 Metern Höhe sind und eine Kurve geht schief, haben wir Zeit für einen zweiten Versuch. In Bodennähe müssen die Handgriffe sofort klappen – wenn nicht, ist das Modell direkt im Boden.
Statt uns zu helfen, blockiert uns diese Angst vor dem Boden. Wir machen dann noch weniger das, was eigentlich richtig wäre. Häufig fängt man wieder wild am Höhenruder und an der Lenkung an zu rühren. Statt ruhig weiterzufliegen wie oben in der Luft, wird es am Boden plötzlich wieder hektisch und unruhig. Wir fallen in alte Muster zurück, und wenn wir das Höhenruder kurz vor dem Aufsetzen zu stark ziehen, provozieren wir einen Strömungsabriss – und der Flieger kracht kurz vor der Landung in den Boden.
Warum Zuschauer am Platz zusätzlichen Druck erzeugen
Wenn dann noch Leute zuschauen – egal ob andere Piloten auf dem Modellflugplatz oder Spaziergänger auf der Wiese –, erzeugt das oft noch zusätzlichen Druck.
Man denkt sich sofort: „Jetzt muss es aber klappen, sonst lachen die anderen.“
Wenn euch das zu viel ist: Sucht euch Zeiten aus, in denen wenig los ist und keine Leute unterwegs sind, damit ihr euch ganz in Ruhe auf euren Flug konzentrieren könnt. Durch Zuschauer wird man oft extrem verunsichert. Diesen zusätzlichen Stressfaktor müsst ihr euch am Anfang nicht antun. Lasst alle Störfaktoren weg, die ihr weglassen könnt – das hilft ungemein beim Modellfliegen lernen.
Warum eine Zufallslandung gefährlich sein kann
Wenn dann doch mal eine Landung irgendwie klappt, denkt man schnell: „Super, es hat funktioniert, ich kann es ja!“
Das kann aber brandgefährlich sein. Wenn es nämlich nur eine reine Zufallslandung war, besteht das Risiko, dass wir die falsche Fehlerkette, die vorher abgelaufen ist, immer weiter einüben. Wir trainieren dann unbewusst den Fehler weiter ein – und die Landung bleibt auch in Zukunft reines Glücksspiel.
Deshalb ist eine klare Landetaktik und ein festes System so wichtig: damit wir den Ablauf jedes Mal gleich üben und die Landung wirklich Schritt für Schritt besser wird.
Warum wir die Landung in Teilschritte zerlegen müssen
Wir haben bei der Landung so viele Funktionen, die wir auf einmal steuern müssen.
Deshalb: Teilt die Landung in einzelne Schritte auf, die ihr bewältigen könnt, wo es im Kopf nicht zu viel wird. Wenn man die Landung sauber strukturiert und Schritt für Schritt aufbaut, ist sie für jeden absolut machbar. Die Blockade in Bodennähe muss nicht sein.
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welche Modelle sich für Anfänger eignen, welche Fehler du vermeiden solltest
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Fazit: Sichere Landungen entstehen durch ein klares Muster statt Glücksspiel
Eine gelungene Landung im Modellflug ist kein Zufallsprodukt und kein reines Glück. Wenn Landungen regelmäßig verpatzt werden, liegt das an der Überforderung durch zu viele gleichzeitige Aufgaben und der Hektik in Bodennähe.
Für dauerhaft sichere Landungen kommt es darauf an:
Saubere Kurven und den Endanflug getrennt voneinander zu beherrschen
Die scheinbar vertauschten Richtungen beim Auf-uns-zufliegen ohne Panik auszusteuern
Entfernungen durch ein immer gleiches Anflugmuster verlässlich einschätzen zu lernen
In Bodennähe die Ruhe zu behalten, statt hektisch am Höhenruder zu ziehen
Unnötigen Druck durch Zuschauer am Anfang bewusst zu vermeiden
Die Landung in einfache Teilschritte zu zerlegen, statt auf die „Ich mache irgendwas“-Taktik zu hoffen
Mit einem festen Muster trainierst du echte Sicherheit ein. Das Zittern vor dem Boden verschwindet – und jede Landung wird kontrolliert, planbar und sicher.
Ich wünsche Dir viele gute Flüge und sichere Landungen. ✈️
Servus, bis bald,
Dein Max
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